AKTUELLES

Ortstermin mit Vertretern der Stadtverwaltung vom
28. 7.16
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Eigentlich ein Leserbrief-Entwurf für die WAZ...

Die Hevener Ratsmitglieder der CDU, der SPD und der Heimatverein waren zur Bürgerversammlung in Heven eingeladen.


Herr Rybicki, für die CDU im Stadtrat, behauptete, die Flächen in Stockum und Heven müsse man bald für den neu zu erstellenden Flächennutzungsplan beim RVR einreichen, da sonst die Chance für die nächsten 15 Jahre vertan sei. Richtig ist jedoch, dass ein bestehender Flächennutzungsplan immer auf Antrag geändert werden kann!
Herr Rybicki wollte dann die Flächen für 15 Jahre verpachtet sehen, da ja Industrie und Gewerbe "kürzere Umlaufzeiten" haben. Die Grünflächen allerdings sind für ewig vernichtet!
Herr Rath, für die SPD im Stadtrat, erklärte, es sei der RVR selbst gewesen, der auch Grünzüge für eine gewerbliche bzw. industrielle Bebauung ermöglichen wolle. Darauf sei nur reagiert worden. Wenn dem so ist, warum will die Stadt Witten Grünzüge, Freiluftschneisen, landwirtschaftliche Flächen preisgeben?
Nur, weil das jetzt eine gute Gelegenheit ist?
Immer wieder wird auf die frei werdenden Opelflächen hingewiesen. Witten hat sich an der Entwicklungsgesellschaft für die Opelflächen nicht beteiligt. Grund sei, man müsse dann auch in der Folge mitbezahlen.
Aber wieviel denn? Darüber wussten die Herren nichts zu sagen.
Als Argument dafür, dass man an den Wittener Flächen festhalte, brachte Herr Rybicki vor, man müsse ein Faustpfand in der Tasche haben, wenn man in Verhandlung mit Bochum trete. (Vielleicht so: Ätsch, wir haben selber Flächen und viel preiswerter!)

Die Vorgaben für das Gutachten des Berliner Büros Baasner, das die beiden Flächen in Heven und Stockum als die einzig möglichen Flächen für Industrie/Gewerbe im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis ausweist, wurden von der Verwaltung selbst gemacht. Diese Vorgaben bestimmen das Gutachten maßgeblich! Mein persönlicher Eindruck ist:
Hier werden Scheinargumente vorgebracht, falsche Aussagen getroffen, nicht zu beweisende Sachzwänge genannt.
Über die Motive der Politiker kann ich nur spekulieren. Etwa so: Wir bieten vor den Bochumern selbst Flächen an, ohne Altlasten, sogleich verfügbar. Für wen? Für ortsansässige Firmen, die ihre in die Jahre gekommenen Fertigungsanlagen durch neue ersetzen möchten. Der Heimatverein Heven stellt sich, so der Vorsitzende Herr Stahl, hinter die Ziele der Interessengemeinschaft Heven. Erfreulich!
J.E.

Zusatz-Info (RST):
Übrigens war auch Prof. Dr. em. Jürgen Dodt (vom Geographischen Institut Ruhr-Uni) anwesend, der voll und ganz unsere Seite vertreten hat. Sowie Martin Rose (SPD Heven - unentschieden), Oliver Kalusch (Linke) und Paul Wood (Grüne).