AKTUELLES

Ortstermin mit Vertretern der Stadtverwaltung vom
28. 7.16
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Gute Nachricht!!!

Liebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter.


Die neuesten Infos lauten (positiv für uns) dahingehend:

"...dass von den insgesamt vorgeschlagenen 43 Potenzialflächen konnten insgesamt 12 Standorte nach der planerischen Abwägung wegen des Verstoßes gegen Ziel 6.3-3 LEP NRW 2017 bzw. wegen der daraus resultierenden isolierten Lage im Freiraum nicht umgesetzt werden;..."

Eben:

"12. Witten: Kleinherbeder Straße

Da nach Maßgabe der Flächenbedarfsrechnung in Höhe von rund 950 ha insgesamt genügend geeignete Standorte gemeldet worden sind, die unmittelbar an vorhandene Siedlungsbereiche anschließen und somit den Vorgaben des Ziels 6.3-3 des LEP NRW 2017 entsprechen, besteht keine Notwendigkeit, über die Ausnahmeregelung des Ziels 6.3-3 LEP NRW 2017 weitere Standorte ohne Anschluss an vorhandene Siedlungsbereiche über den RPR abzusichern. Insofern besteht keine Möglichkeit und auch kein Erfordernis die Ausnahmeregelung im Rahmen der Festlegung regionaler Kooperationsstandorte anzuwenden."

Das muss nicht das Ende der Bemühungen um eine Verödung dieser ökölogisch überaus wertvollen Flächen sein, aber ein Durchmarsch dürfte eine Umwidmung in Gewerbegebiete auch nicht mehr sein.
Ein erster wichtiger Teilerfolg für uns.
Nur: Wachsam bleiben!




Es ist nicht vorbei!!!

Liebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter,

lange war es ruhig zum Thema Gewerbegebiete, aber damit ist leider nicht gesagt, dass das Thema vom Tisch ist. Im Gegenteil:

1. Am 07.06.2017 um 17:00 Uhr tagt der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Standortmarketing und Feuerschutz im: Versammlungsraum der Feuerwehr, 1. OG, Kämpenstraße 147, 58456 Witten. Auf der Tagesordnung steht u.a. dieses:

4. Vorstellung der Ergebnisse der Gewerbeflächenanalyse EN-Kreis
Bericht: Börje Wichert, Bereichsleiter Standortentwicklung wmr, Gerhard Seltmann, GseProjekte

Ob es sich hier um eine Neuauflage des uns allen bekannten Berichts geht weiß ich nicht. Sitzungsmaterialien sind nicht verfügbar. Ein Besuch im Ausschuss könnte sich lohnen.

2. Offenbar ist insbesondere der SPD daran gelegen, für wen auch immer die kostbaren Grünflächen zu betonieren. Deshalb wohl die nachstehende Anfrage an die Bürgermeisterin:

Sehr geehrte Frau Leidemann,

seit Jahren ist bekannt, dass die Stadt Witten kaum noch Gewerbegebiete besitzt. Eine Akquise für Gewerbeneuansiedlungen ist daher nicht möglich. Auch die Wittener Betriebe benötigen dringend Expansionsflächen. Eine kreisweite Studie hatte bereits in 2014 eine 20 Hektar große Fläche links und rechts der Kleinherbeder Straße sowie eine bis zu 20 Hektar große Fläche im Dreieck der A 44/Pferdebachstraße und Stockumer Straße ins Auge gefasst.

Noch immer ist unklar, ob der neue Regionalplan Ruhr diese Flächen als Gewerbegebiete ausweisen wird. Daher wüssten wir gerne:

1. Wann ist der Regionalplan Ruhr fertig? Was ist der aktuelle Stand im Verfahren?

2. Wie hat sich die Stadt Witten im Verfahren zu den beiden vorgeschlagenen neuen Gewerbeflächen verhalten?

3. Wann hat die Stadt dazu mit dem RVR Gespräche geführt?

4. Wird es weitere Gespräche geben? Wenn ja, wann?

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Beate Gronau (Stv. Fraktionsvorsitzende) /Frank Krebs (Ratsmitglied )


3. Im Bereich der nördlichen Verlängerung des Grünzugs entlang der Kleinherbeder Straße plant nun wohl auch die Stadt Bochum (auf der anderen Seite der Bochumer Universitätsstraße, jenseits des Tierheims) die Ausweisung von Gewerbeflächen. Ob sich daraus unselige Allianzen ergeben können, vermag ich nicht zu sagen.

4. Wer sich einmal die Mühe macht auf die Seite des RVR zu gehen und sich dort die Angebote von freien Gewerbeflächen anschaut kann sich nur an den Kopf fassen. Freie Flächen, freie Objekte ohne Ende, sogar in Witten. Seit Monaten werden dort dieselben Flächen angeboten, auch z.B. in Witten und Hattingen. Dass die infolge des Wegfalls der Kläranlage Herbede frei werdenden Flächen von "unseren" Vertretern im Rat nicht erwähnt werden spricht für sich.

Zum Abschluss noch eine Nachricht, die uns sicherlich alle treffen wird.

Herr Professor Dr. Jürgen Dodt, unser sachkundiger Begleiter und Berater, ist Anfang Mai verstorben. Sein Rat, seine Erfahrung und sein Wissen werden uns fehlen. Ihm noch einmal unser herzlichster Dank für die Unterstützung unseres Protestes. In seinem Geiste und in unser aller Interesse müssen wir weiter machen. Die Felder und Wiesen entlang der Autobahn dürfen nicht den Belangen weniger geopfert werden!

Viele Grüße

Volker Th.



Liebe interessierte Heven-Freunde.

(Siehe auch am Ende der Zitate den Link: "Stellungnahme eines unserer Mitglieder".)

Man könnte meinen, nachdem wir von Frau Bürgermeisterin hörten, dass "wir die Flächen nicht hineinkriegen" (d.h. als neue Gewerbeflächen in den neuen Flächennutzungsplan), die Gefahr sei gebannt.
Leider ist es so, dass, wenn einmal die Idee der "leeren" Flächen in der Welt ist, auch Begehrlichkeiten entstehen, da die Industrie trotz schrumpfender Einwohnerzahl und überteuerter Gewerbesteuern weiter Fläche verschwenden will.
Dabei tut sich besonders die "Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr" hervor.

Der Artikel vom 14.06.2016 ( hier im Ganzen zu lesen; Quelle: WAZ) schreibt unter anderem:

Für Stillstand auf diesem Feld sorge der Mangel an Gewerbeflächen, betont Rasmus C. Beck von der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr: "Die beinahe 100 000-Einwohner-Stadt Witten verfügt nur über rund drei Hektar unbebaute Fläche, die man ohne Einschränkungen gewerblich-industriell nutzen kann."

Dies seien gerade einmal drei große Rasenflächen. "Und die drei Hektar verteilen sich noch auf sechs kleine Flächen im Bebbelsdorf und den Gewerbegebieten Salinger und Wullener Feld." Vor dem Hintergrund, dass in Witten jährlich rund ein Hektar Fläche neu von Gewerbe und Industrie benötigt werde, sei das, was zur Verfügung stehe, "so gut wie nichts".
Rasmus C. Beck sieht da Handlungsbedarf. Mit Hinweis auf die in Witten geführten Debatten um neue Gewerbeflächen in Heven und Stockum meint Beck, privat in Herbede zuhause, dass Politik und Bürger Farbe bekennen müssten. "Wenn Witten auch künftig ein attraktiver Industrie- und Gewerbestandort bleiben will."



Von anderer Seite kommt ein weiterer Angriff auf unsere Naturumgebung.

Laschet plant für den Fall eines Sieges

29.06.2016

Düsseldorf. CDU-Landeschef Armin Laschet hat für den Fall eines Sieges bei den Landtagswahlen 2017 die Abschaffung zahlreicher rot-grüner Gesetze und Vorschriften angekündigt. In der "wirtschaftspolitischen Zukunftsagenda" wird die sofortige Abschaffung des Tariftreue- und Vergabegesetzes, des Landesklimaschutzgesetzes und des Landesklimaschutzplans angekündigt.
Zudem sollen die im Landesentwicklungsplan vorgesehenen Restriktionen bei der Ausweisung von neuen Grundstücken für Industrie- und Gewerbeflächen gestrichen werden.

Beim Fernstraßenbau kündigte die CDU eine gesetzliche Grundlage für eine verfahrensrechtliche Beschleunigung von wichtigen Infrastrukturprojekten an. Zudem sollen 300 Millionen Euro aus den auslaufenden Steinkohle-Subventionen direkt in den Breitbandausbau gesteckt werden und zudem EU-Mittel umgeschichtet werden. Überdies plant die Union eine grundlegende Reform des Hochschulgesetzes, um den Universitäten wieder mehr Freiheit in Wissenschaft und Forschung zu gewähren. Bei der Kommunalfinanzierung wird eine Gewerbesteuer-Bremse angekündigt, um klamme Städte als Wirtschaftsstandorte attraktiver zu machen.

Quelle: www.derwesten.de/politik/laschet-plant-fuer-den-fall-eines-sieges-aimp-id11960230.html

Link: Stellungnahme eines unserer Mitglieder







Am 3. März haben wir demonstriert vor dem Rathaus. Kurz vor der Ratssitzung, in der unser Thema besprochen wurde.


Frau Leidemann bestätigte darin diese Zeitungsmeldung:

Witten . Weder die "Erdbeerfelder" in der Nähe der A 43 noch an der Pferdebachstraße in Stockum sollen offenbar neue Firmen angesiedelt werden können.

Der neue Regionalplan, der derzeit vom Regionalverband Ruhr (RVR) erstellt wird, weist vermutlich keine neuen Gewerbegebiete in Heven oder Stockum aus. Das wurde am Dienstag (1.3.) bei der Ernennung des neuen Stadtbaurats bekannt.

„Es sieht eher so aus, dass wir die Flächen nicht hineinkriegen“, sagte Bürgermeisterin Leidemann. Sie habe entsprechende Signale bekommen. Was sie als oberste Wirtschaftsförderin ärgern mag, dürfte die Bürgerinitiativen freuen. Gerade in Heven gibt es Proteste gegen die Ausweisung neuer Gewerbeflächen im „Erdbeerfeld“. In Stockum gab es Pläne für die Pferdebachstraße.

Piraten stellten gerade noch einen Dringlichkeitsantrag
Die Piraten, die sich auf die Seite der betroffenen Bürger schlugen, haben gerade noch einen Dringlichkeitsantrag in der Sache gestellt: Die Stadt möge mit dem Fachausschuss über die Vorstellungen sprechen, die sie bis zum 6. April in den neuen Regionalplan einbringen könne.

Weiter ungelöst bleibt damit das Problem fehlender Gewerbeflächen in Witten. In diesem Zusammenhang wirft die Stadt ein Auge auf eine ehemalige Deponiefläche von Thyssen in Annen und den Sportplatz an der Westfalenstraße.

Originallink

Aber: Holzauge, sei wachsam!!!!!
Noch ist die Kuh nicht vom Eis!


Unsere Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan HIER

Bitte unterstützt unsere Kampagne "Die Grünzüge im Ruhrgebiet erhalten!" auf:
https://weact.campact.de/petitions/die-grunzuge-im-ruhrgebiet-erhalten


Ortsbegehung mit großer Beteiligung

Unserer Einladung zu einem Spaziergang (am Samstag, dem 28.11.2015) längs des Planungsgebietes für Gewerbe, mit anschließendem Kaffeetrinken, sind die Hevener Bürgerinnen und Bürger zahlreich gefolgt.

Hier ein kurzer Bericht für die Daheimgebliebenen:
Bei gutem Wetter ging es von Hof Rohde los. Ca. 32 Personen, darunter mehrere Kinder starteten Richtung Dreerholz. Im Verlauf der Strecke bekam man ein Gefühl für die Größe des dort möglicherweise entstehenden Gewerbegebietes, der Weg ging nämlich parallel zum Planungsgebiet. Nachdem man links in den Wald abgebogen war, bot sich ein Blick über das ganze Gelände, zurzeit besonders gut einsehbar, da die Blätter an den Bäumen verschwunden sind.
Über den Ölbachweg ging es zurück zum Hof Rohde. Die Stimmung unterwegs war gut, und das trotz einiger matschiger und rutschiger Stellen auf dem Weg. In der (beheizten) Tenne gab es dann Kaffee und Kuchen. Hier waren dann ca.50 Personen dabei. Man nutzte die Gelegenheit, mal wieder mit der Nachbarschaft ins Gespräch zu kommen.
Es wurde so viel Kuchen gespendet, so dass man selbst bei gutem Willen und hoher Motivation nicht alle probieren konnte. .
Der Dank gilt allen, die sich an der Vorbereitung und Durchführung des Projektes beteiligt haben.

J.E.



Prof. Dodt hielt beim letzten Treffen einen Vortrag über das Klima und die Böden.
Hier eine kurze Zusammenfassung von ihm.

Interkommunales Gewerbegebiet an der Kleinherbeder Straße

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, die dagegen sprechen, auf der bislang landwirtschaftlich genutzten Freifläche an der Kleinherbeder Straße ein Gewerbegebiet zu entwickeln. Drei dieser Gründe sind als besonders gewichtig, da grundlegend anzusehen:

1. Die geländeklimatisch-lufthygienische Funktion des Gebietes : Laut "Synthetischer Klimafunktionskarte Ruhrgebiet", Blatt 11 Bochum - Hagen, die 1992 vom Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) veröffentlicht wurde, ist das Gebiet derzeit durch ein leicht maritim geprägtes " Freilandklima " gekennzeichnet: Tagsüber wärmt es sich nicht allzu kräftig auf, und nachts kühlt es merklich aus. Daher wirkt die Fläche als "Kalt- und Frischluftproduzent" und trägt dazu bei, die von der A 43 ausgehenden Emissionsbelastungen abzuschwächen und auszugleichen.
Durch die Umwidmung der Fläche zum Gewerbegebiet würde das "Freilandklima" zum "Siedlungsklima" oder "Stadtklima", d.h. zu einem Bereich, der sich je nach Bebauungsart und -dichte tagsüber stärker aufwärmt und nachts weniger auskühlt. Hinzu kommen, nicht zuletzt durch den gewerblichen Verkehr bedingt, Belastungen durch Feinstaub, Stickoxide und anderes mehr.
Von den lokalklimatischen Folgen betroffen sind zum einen die unmittelbar benachbarten Wohngebiete Klein Herbede und Papenholz und zum anderen - bedingt durch die Wetterlagen mit vorherrschenden Winden aus Südwesten oder auch Südosten - vor allem die Wohngebiete Kaltehardt bzw. Querenburg in Bochum.

2. Die qualitativ hochwertigen Böden : Die Bodenbeschaffenheit des Gebietes ist dadurch charakterisiert, dass Böden vorherrschen, die - über eiszeitlichen Lössanwehungen entwickelt - tiefgründig sind und eine ausgeglichene Wasserbilanz sowie eine hohe natürliche Fruchtbarkeit aufweisen. So liegen die als Grundlage für eine einheitliche Besteuerung des Ackerlandes ermittelten Bodenwertzahlen überwiegend über 75 oder zumindest über 55 Punkten. Dies sind Größenordnungen, welche die Landwirtschaftskammer NRW in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Regionalentwicklungsplans "Metropolregion Ruhr" als "sehr hoch" bzw. "hoch" einstuft. Daher wird der größte Teil der Fläche von der Landwirtschaftskammer - unter zusätzlicher Berücksichtigung der Topographie, hier: der geringen Hangneigungen, sowie der Schlaggrößen (Nutzparzellen) - in die Standortkategorie I der höchst erhaltenswerten landwirtschaftlichen Nutzflächen eingeordnet.
Zu einem im Kern gleichartigen Befund kommt der "Geologische Dienst NRW". Er weist die Fläche in seiner gemäß Landesbodenschutzgesetz (LBodSchG von 2000) erstellten "Karte der schutzwürdigen Böden in NRW 1:50.000" (2. Aufl. 2004) als " sehr schutzwürdig " aus, weil die Böden eine hohe bis sehr hohe natürliche Fruchtbarkeit sowie eine hohe Puffer- und Speicherkapazität für Wasser und Nährstoffe aufweisen.
Dass diese landwirtschaftlich wie bodenökologisch höchst wertvollen Böden mit der Anlage eines Gewerbegebietes ein für alle Mal verloren wären, muss nicht weiter ausgeführt werden.

3. Der langjährige planungsrechtliche Status der Fläche : Der zur Umwidmung vorgesehene Bereich an der Kleinherbeder Straße ist seit den 1920er-Jahren Bestandteil eines Grünzuges in dem vom Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR, dann KVR, heute RVR) ausgewiesenen Regionalen Freiflächensystems des Ruhrgebietes. Die Nord-Süd-verlaufenden Grünzüge sollten dem baulichen Zusammenwachsen der Städte zu einer unstrukturierten Agglomeration entgegenwirken und zugleich als Ausgleichs- und Entlastungsräume sowie als Naherholungsräume dienen. In diesen Funktionen sind sie seit dem ersten, vom SVR erstellten Gebietsentwicklungsplan (GEP) von 1966 planungsrechtlich ausgewiesen und abgesichert worden. Und dabei ist es auch in den folgenden, nun von den Regierungspräsidien erstellten Gebietsentwicklungsplänen geblieben.
Demgemäß wird im derzeit noch gültigen GEP von 1999 unter Ziel 22 festgelegt, dass die Regionalen Grünzüge "zu sichern" seien und dass sie "nicht für Siedlungszwecke und andere, dem Freiraum fremde Nutzungen in Anspruch genommen werden" dürfen (Textl. Darstellung, Kap. 3.4.1, S. 56). Mehr noch: "Planungen und Maßnahmen in der Regionalen Grünzügen sollen der Verbesserung der Freiraumfunktionen dienen. Eine weitere Beeinträchtigung der vielfältigen Funktionen der Regionalen Grünzüge ist auszuschließen" (S. 57). Nur in "begründeten Ausnahmefällen" sind freiraumfremde Nutzungen wie bspw. Kläranlagen, Deponien, Abgrabungen oder Verkehrsinfrastruktur und Leitungen möglich (a.a.O.). Gewerbegebiete gehörten allerdings bislang nicht zu diesen begründeten Ausnahmen.
Dies ist inzwischen aber offenkundig nicht mehr der Fall: Für den Regionalverband Ruhr (RVR, vormals KVR bzw. SVR), der seit 2009 wieder für die Regionalplanung zuständig ist, kommen wohl auch die von den RVR-Vorläufern ausgewiesenen und über Jahrzehnte planungsrechtlich gesicherten Regionalen Grünzüge als Standorte für Gewerbegebiete in Betracht - ein Tatbestand, der sich nicht nachvollziehen lässt, denn: Als die für die "Metropolregion Ruhr" zuständige regionale Planungsinstanz müsste der RVR beachten, dass es regional, z.B. in Bochum wie in Dortmund, noch eine ganze Reihe von Industriebrachen gibt, die auch unter Beteiligung des EN-Kreises als interkommunale Gewerbegebiete entwickelt werden könnten.

J.D. 10.09.2015





Der aktuelle Stand der Dinge - Juni 2015

Vielleicht haben Sie beim Öffnen der Seite gedacht, "hier tut sich nichts, die Seite ist alt".

Die Abstimmung im Stadtrat wurde, wie Sie wissen, verschoben. Vermutlich wird erst nach der BürgermeisterInnenwahl im September das Thema "Ausweisung von Gewerbegebieten in Witten" wieder Fahrt aufnehmen.
Beim Regionalverband Ruhr, der einen neuen Flächennutzungsplan aufstellt, würden dann die Flächen in Heven und Stockum zur gewerblichen Nutzung nach dem Ratsbeschluss angemeldet werden.
Die Entscheidung darüber, ob der Grüngürtel Ölbachtal, der den Ümminger See in Bochum mit dem Kemnader See verbindet, erhalten bleibt, wird letztlich beim Regionalverband getroffen.
Wer das Gebiet nicht kennt, dem empfehle ich eine kleine Radtour vom Kemnader See aus, an Haus Heven vorbei zum Ümminger See.

Wir, die Planungsgruppe der Interessengemeinschaft Heven, beschäftigen uns zur Zeit mit den Themen:
Bodenqualität der Flächen, die versiegelt würden, wenn es zum Gewerbegebiet kommt, und
dem Verlauf von Stollen und Flözen aus dem ehemaligen Zechen in Heven und Langendreer.

Wir freuen uns, wenn jemand insbesondere zu den Zechen und dem Verlauf der Stollen Hinweise geben könnte.

Flyer sind wieder am Erdbeerfeld ausgelegt worden.

Die frei gewordenen Opelflächen kommen für Witten nicht mehr in Frage, so Stadtbaurat Dr. Bradtke im Januar dieses Jahres bei einer Veranstaltung in Stockum.
Nun wird Dr. Bradtke Stadtbaurat in Bochum.
Bochum möchte mittelständische Firmen ansiedeln, die dauerhaft Bestand haben und Arbeitsplätze sichern (Medizintechnologie).
Die Wittener Bereiche sind für Betriebe vorgesehen, die durch Lärm- und Geruchsbelästigung nicht in Wohnbebauungsnähe angesiedelt werden dürfen. Ein CDU Ratsherr, Herr Dr. Rybicki, schlug sogar vor, die Flächen zu vermieten, da die Firmen ja vielleicht nach 10 Jahren wechseln würden. Das ist Wittener "Nachhaltigkeit"?

Wenn Sie Neuigkeiten über die Entwicklung der Opelflächen oder unserer Wittener Flächen haben, kontaktieren Sie uns bitte.


Worum es geht...

Eine 40 Fußballfelder große Fläche an der Hevener "Kleinherbeder Straße" nahe dem Kemnader See droht zum Gewerbegebiet zu werden. Noch befinden sich dort Felder und das überregional bekannte und frühsommers viel frequentierte Erdbeerfeld, auf dem man frische Erdbeeren selber pflücken kann.

Die Kleinherbeder Straße ist Zubringer für alle Erholung suchenden Leute, die zum Kemnader See wollen, besonders für viele Radfahrer, und dient als Frischluftschneise für ganz Witten.

Wir Hevener Bürger haben uns zur "Interessengemeinschaft Heven" zusammengeschlossen, um -vor aller politischen Kungelei- unseren Unwillen über eine eventuelle Bebauung öffentlich zu bekunden.

Wichtige Termine:

Im März 2014 wurden der Bürgermeisterin bereits knapp 1500 Unterschriften gegen eine Bebauung überreicht. "Wehret den Anfängen!"

Links zu den Berichterstattungen in den Online-Medien: WAZ 1 , WAZ 2 , Ruhrnachrichten und Radio Ennepe sowie der Artikel im Image-Magazin

WAZ-Artikel über unsere Versammlung am 26.11.2014
Für alle, die nicht anwesend waren, hier ein kurzes Resümee von J.E.